Leitgedanken

Abhängen in der Seillandschaft

Mal richtig abhängen

Natur ist für Kinder so essenziell wie gute Ernährung. Sie ist ihr angestammter Entwicklungsraum. Hier stoßen die Kinder auf vier für ihre Entwicklung unverhandelbare Quellen: Freiheit, Unmittelbarkeit, Widerständigkeit, Bezogenheit. Aus diesen Erfahrungen bauen sie das Fundament, das ihr Leben trägt.

(Herbert Renz-Polster / Gerald Hüther „Wie Kinder heute wachsen – Natur als Entwicklungsraum / Ein neuer Blick auf das kindliche Lernen, Fühlen und Denken“, Beltz Verlag, ISBN 978-3-407-85953-2)


(Kinder) brauchen manchmal Lärm und fast immer ein bisschen Chaos, vergnügtes Matschen auf den Spielplätzen, wenn der Schneeregen schwer auf ihre Sandburgen fällt, sie brauchen den freien Atem des Lebens. Den Atem der Freiheit, auch den der Liebe.

(Wolfgang Bergmann „Lasst eure Kinder in Ruhe! Gegen den Förderwahn in der Erziehung“, Köselverlag, 2. Auflage 2011, ISBN 978-3-466-30908-5)


Der junge Mensch braucht seinesgleichen, nämlich Tiere, überhaupt Elementares, Wasser, Dreck, Matsch, Gebüsche, Spielraum.
Man kann ihn auch ohne das alles aufwachsen lassen, mit Teppichen, Stofftieren oder auf asphaltierten Straßen und Höfen. Er überlebt es, doch soll man sich dann nicht wundern, wenn er später bestimmte soziale Grundleistungen nie mehr erlernt, z.B. ein Zugehörigkeitsgefühl zu einem Ort und einer Initiative.

(Alexander Mitscherlich)


Wo nichts passieren kann, passiert auch nichts.

(Michael Graesemann, Spielplatzentwickler in Herbert Renz-Polster / Gerald Hüther „Wie Kinder heute wachsen – Natur als Entwicklungsraum / Ein neuer Blick auf das kindliche Lernen, Fühlen und Denken“, Beltz Verlag, ISBN 978-3-407-85953-2)